erostepost-Literaturpreis 2025

„Unter 510 Einsendungen entschied sich die Jury mehrheitlich für zwei Texte. Die Preisträger des heurigen erostepost Literaturpreises zum Thema Taxitexte sind Thomas Empl und Matthias Ach. Margarita Fuchs liest die Laudationen und begründet die Juryentscheidungen. Die Jury begab sich 2025 auf die Suche nach einem eigenen Genre oder dem, was die Einsender darunter verstanden.“

https://www.literaturhaus-salzburg.at/veranstaltungen/literaturpreisvergabe/
https://www.erostepost.at/literaturpreis/

Die Preisverleihung findet am 20.11.25 im Literaturhaus Salzburg statt.

Weitere Termine zum Jahresende:
03. November 2025 – 100 Jahre Dieter Wellershoff im Literaturhaus Köln
17. November 2025 – Gast-Moderation Literaturklub, mit Marie Foulis und Leonard Prandini, Wohngemeinschaft Köln
20. November 2025 – Preisverleihung erostepost-Literaturpreis im Literaturhaus Salzburg
12. Dezember 2025 – Mit anderen Worten, Motoki Ehrenfeld
13. Dezember 2025 – Parasitäres X-Mas-Ping, Buchladen Kalker Hauptstraße

„Inneres Zittern“ in der Presse

In der aktuellen Ausgabe der Stadtrevue (02/24) schreibt Paul Jennerjahn über Inneres Zittern in seinem Artikel „Dialektische Nostalgie“:

Das Politische zieht wie ein feiner Nebel auf in diesen Erzählungen (…) Nostalgischer Weltschmerz trägt in Inneres Zittern immer schon die eigene Fragwürdigkeit in sich, und an diesem Punkt stehen die Figuren auf und übernehmen Verantwortung für sich selbst, für ihre Melancholie, für das Bestehen in der Einsamkeit und in prekären Arbeitsverhältnissen. Den Blick vom Rückspiegel wieder auf die Straße vor der Motorhaube reißen.

Fritz Müller-Zech urteilt in der Literaturzeitschrift Am Erker wie folgt:

Thomas Empls dystopisch inspirierte Erzählprosa zeugt von finsterer Virtuosität und einem grimmigen Sinn für Humor.

 

Im Kölner Stadtanzeiger ist anlässlich der Lesung „Köln leuchtet literarisch“ im Kölner Literaturhaus ein Artikel von Martin Oehlen erschienen:

In seinem Prosaband „Inneres Zittern“, der 2023 mit dem Wellershoff-Stipendium bedacht wurde […], macht Thomas Empl bekannt mit Menschen, die „versuchen, in den Moment zu kommen“, und dabei scheitern. Aber immerhin: „Sie kämpfen, stehen auf, übernehmen Verantwortung für sich selbst.“

Ein etwas längeres Interview kann man auf Martin Oehlens Website Bücheratlas lesen.

Außerdem hat die großartige Schriftstellerin Lisa Roy für die Initiative #zusammenlesen einen Text zu Inneres Zittern geschrieben:

Ein Mann läuft »durch die Nacht, angenehm gequält.« Ein alternder Stuntman flieht aus einem Krankenhaus in Hongkong. Eine junge Frau kämpft in einer dystopischen Zukunft um Hehlerware. Die Schauplätze und Figuren in Thomas Empls jüngstem Erzählband »Inneres Zittern« sind vielfältig und werden doch durch wiederkehrende Themen verknüpft: Es geht um nächtliche Zwischenwelten, um Tristesse, um Freundschaft. Es geht, ganz unverhohlen und angenehm unironisch, um die großen Fragen: Wie erinnern wir uns an das, was war? Was dürfen wir voneinander erwarten? Worauf dürfen wir hoffen?
Über vielen Erzählungen schwebt eine leise Nostalgie, die nicht ganz weiß, wonach sie sich eigentlich sehnt. Es werden Anekdoten erzählt, »die im Nachhinein witziger wirken, als sie sich von innen anfühlten«, und der Versuch unternommen, die vergangene Jugend umzudeuten – sie einmal sogar mithilfe einer Schaufel umzugraben – und so dem nahenden mittleren Alter die Stirn zu bieten.
In »Inneres Zittern« sitzt jeder Satz, die Sprache ist präzise und konkret, da stört kein unüberlegtes Wort. Die Schwermut, die viele der Figuren durch Köln und Tokio begleitet, durch Offenburg und Cannes, wird immer im richtigen Moment durch Humor gebrochen, der beiläufig daherkommt, nicht auf eine Pointe abzielt, sondern sich aus den Situationen und Figuren ergibt wie von selbst. In der Erzählung »Klettenberg Plastic Rain« wird einer Figur die Frage gestellt, wie man im Januar in Köln glücklich sein kann. Meine Antwort: Empl lesen!

Neu: „Das dunkle badische Herz“ in neolith #7

Dieser Tage erscheint die 7. Ausgabe des Literaturmagazins neolith und darin eine neue Erzählung von mir: „Das dunkle badische Herz“, ein Tatsachenbericht aus Offenburg.
Welch seltsame, bedrohliche Stadt, aus der mein drehbuchschreibendes Alter Ego letztes Jahr nur knapp mit dem Leben davongekommen ist.

Zu bestellen: Hier

Außerdem gibt’s morgen eine Release-Lesung in Wuppertal:

neolith3

Lesereise 2022

Ausbruch und Aufbruch! Im August, September und Oktober geht es auf Lesereise.

22.08.Unkraut-Kollektiv Berlin, Das Unkraut-Boot, Treptower Park, Abteibrücke, 18 Uhr
Mit Natalie Harapat, Kamala Dubrovnik und Patrik Peyn
08.09. – HAY-Showroom Berlin, Almost-Reading, 18:30 Uhr
10.09.Buchladen Pontstraße 39, Aachen, 14 Uhr
Mit Natalie Harapat, Lisa Roy, Leonard Prandini und Patrik Peyn (aka Hypertext)
12.09.Kulturfabrik Krefeld Schlachthof Krefeld, 19 Uhr, mit Hypertext
14.09.Junges Theater Leverkusen, 20 Uhr, mit Hypertext
16.09.Literaturhaus Dortmund, 20 Uhr, mit Hypertext
19.09.Buchhandlung Proust Essen, 20 Uhr, mit Hypertext
20.09.Buchhandlung BiBaBuZe Düsseldorf, 19:30, mit André Patten und Sarah Claire Wray
01.10. – Kulturhaus Wiesloch, 20 Uhr, Lesung zum Buch Literatur Tandem Letterario der Heimann-Stiftung

 

Mehr Informationen zur Hypertext-Tour folgen in Kürze.

Die Lesungen in Leverkusen, Essen und Düsseldorf sind Veranstaltungen im Rahmen des Sonderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen.

(Poster erstellt mit postermywall.com)

Drei Lesungen: 14., 18. und 19.03.22

Dreimal werde ich lesen nächste Woche:


1)
Montag 14.03. / 20 Uhr / Köln / Traumathek: Studio Argento
parasitenpresse Verlag für Neue Literatur präsentiert:

LITERATURKLUB: AUSBRECHEN
mit Rebecca Maria Salentin (Leipzig) und Thomas Empl (Köln)
Moderation: Adrian Kasnitz

Facebook-Event
traumathek.de

Vor knapp drei Jahren war die Einladung in den Literaturklub gleichbedeutend mit meiner ersten professionellen Lesung, es wurde eine der schönsten. Jetzt fühle ich mich geehrt, ein zweites Mal zu Gast sein zu dürfen.

2)
Freitag 18.03. / 20 Uhr / Leipzig / Textat

Ursprünglich anlässlich der Leipziger Buchmesse angedacht, stellt die parasitenpresse am 18. März bei Books & Beers im Textat (Erich-Zeigner-Allee 64, 20 Uhr) ihre Bücher vor.

Es lesen: Thomas Empl, Alexander Estis, Zuzana Finger, Philipp-Bo Franke, Adrian Kasnitz, Christian Kreis, Sünje Lewejohann, Jonas Linnebank, Kathrin Niemela, Thomas Podhostnik, Mathias Traxler, Patrick Wilden und Nora Zapf.

Facebook-Event
parasitenpresse

3)
Samstag 19.03. / 20 Uhr / Köln / Traumathek

Peyn & Prandini präsentieren
Hypertext

„Die exaltiertesten Schriftsteller Kölns, der literarische Untergrund, übernächtigt, bissig und direkt. Die Autoren sind hier nicht dem Publikum ausgesetzt, sondern das Publikum den Allüren der Autoren. Ein Abend der alle anderen Lesungen vergessen macht.“

  • Datum: 19.03.2022, 20:00 Uhr
  • Ort: Traumathek – Engelbertstraße 45, 50674 Köln
  • Eintritt frei, 2G+, Abendgarderobe erwünscht.
  • http://www.traumathek.de/

Literatur-Tandem letterario 2022

Neue Ufer, alte Italienliebe: Für das deutsch-italienische Literatur-Tandem letterario der Heimann-Stiftung werde ich einen Text des Autors Cesare Sinatti ins Deutsche übersetzen, und Cesare Sinatti einen von mir ins Italienische.

Das Literatur-TANDEM-letterario 2022 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland. Im nächsten Jahr erscheinen die Texte als italienisch-deutscher Sammelband und werden im Rahmen einer Lesung vorgestellt.

Die Literaturtandems 2022 sind:

  • Sabine Oberpriller – “Im Dickicht”
    Sara Mei – “Fluidi”
  • Jascha Riesselmann – “Der Nicht-Mann im Warenhaus”
    Gabriele Galligani – “La presbiopia del desiderio e altri malanni minori”
  • Natalja Althauser – “Weiße Erde”
    Simone Gregorio – “Le Tribolazioni di un Eroe”
  • Şafak Sarıçiçek – “Zwei junge Pioniere im Abschlussjahr”
    Sara Bianchetti – “Il club degli scrittori”
  • Thomas Empl – “Klettenberg Plastic Rain”
    Cesare Sinatti – “Stratigrafia”
  • Charlotte Weber-Spanknebel – “Bügeln”
    Feliciana Chiaradia – “blu”

Letterario

Es gibt nichts Anspruchsvolleres und zugleich Befriedigenderes als die literarische Übersetzung, wenn man sich wirklich mit einem literarischen Werk auseinandersetzen will. Sie zwingt uns dazu, uns in den Text zu vertiefen, ihm ganz auf den Grund zu gehen, völlig in die Sprache des anderen einzutauchen. Durch sie lernen wir die fremde Sprache besser kennen, aber auch unsere eigene.“ (Istituto Italiano di Cultura Stoccarda)

Mehr hier: https://heimann-stiftung.de/literaturtandem2022/