Das Politische zieht wie ein feiner Nebel auf in diesen Erzählungen (…) Nostalgischer Weltschmerz trägt in Inneres Zittern immer schon die eigene Fragwürdigkeit in sich, und an diesem Punkt stehen die Figuren auf und übernehmen Verantwortung für sich selbst, für ihre Melancholie, für das Bestehen in der Einsamkeit und in prekären Arbeitsverhältnissen. Den Blick vom Rückspiegel wieder auf die Straße vor der Motorhaube reißen.
Fritz Müller-Zech urteilt in der Literaturzeitschrift Am Erker wie folgt:
Thomas Empls dystopisch inspirierte Erzählprosa zeugt von finsterer Virtuosität und einem grimmigen Sinn für Humor.
Im Kölner Stadtanzeiger ist anlässlich der Lesung „Köln leuchtet literarisch“ im Kölner Literaturhaus ein Artikel von Martin Oehlen erschienen:
In seinem Prosaband „Inneres Zittern“, der 2023 mit dem Wellershoff-Stipendium bedacht wurde […], macht Thomas Empl bekannt mit Menschen, die „versuchen, in den Moment zu kommen“, und dabei scheitern. Aber immerhin: „Sie kämpfen, stehen auf, übernehmen Verantwortung für sich selbst.“
Ein etwas längeres Interview kann man auf Martin Oehlens Website Bücheratlas lesen.
Außerdem hat die großartige Schriftstellerin Lisa Roy für die Initiative #zusammenlesen einen Text zu Inneres Zittern geschrieben:
Ein Mann läuft »durch die Nacht, angenehm gequält.« Ein alternder Stuntman flieht aus einem Krankenhaus in Hongkong. Eine junge Frau kämpft in einer dystopischen Zukunft um Hehlerware. Die Schauplätze und Figuren in Thomas Empls jüngstem Erzählband »Inneres Zittern« sind vielfältig und werden doch durch wiederkehrende Themen verknüpft: Es geht um nächtliche Zwischenwelten, um Tristesse, um Freundschaft. Es geht, ganz unverhohlen und angenehm unironisch, um die großen Fragen: Wie erinnern wir uns an das, was war? Was dürfen wir voneinander erwarten? Worauf dürfen wir hoffen? Über vielen Erzählungen schwebt eine leise Nostalgie, die nicht ganz weiß, wonach sie sich eigentlich sehnt. Es werden Anekdoten erzählt, »die im Nachhinein witziger wirken, als sie sich von innen anfühlten«, und der Versuch unternommen, die vergangene Jugend umzudeuten – sie einmal sogar mithilfe einer Schaufel umzugraben – und so dem nahenden mittleren Alter die Stirn zu bieten. In »Inneres Zittern« sitzt jeder Satz, die Sprache ist präzise und konkret, da stört kein unüberlegtes Wort. Die Schwermut, die viele der Figuren durch Köln und Tokio begleitet, durch Offenburg und Cannes, wird immer im richtigen Moment durch Humor gebrochen, der beiläufig daherkommt, nicht auf eine Pointe abzielt, sondern sich aus den Situationen und Figuren ergibt wie von selbst. In der Erzählung »Klettenberg Plastic Rain« wird einer Figur die Frage gestellt, wie man im Januar in Köln glücklich sein kann. Meine Antwort: Empl lesen!
Vor knapp drei Jahren war die Einladung in den Literaturklub gleichbedeutend mit meiner ersten professionellen Lesung, es wurde eine der schönsten. Jetzt fühle ich mich geehrt, ein zweites Mal zu Gast sein zu dürfen.
2) Freitag 18.03. / 20 Uhr / Leipzig / Textat
Ursprünglich anlässlich der Leipziger Buchmesse angedacht, stellt die parasitenpresse am 18. März bei Books & Beers im Textat (Erich-Zeigner-Allee 64, 20 Uhr) ihre Bücher vor.
Es lesen: Thomas Empl, Alexander Estis, Zuzana Finger, Philipp-Bo Franke, Adrian Kasnitz, Christian Kreis, Sünje Lewejohann, Jonas Linnebank, Kathrin Niemela, Thomas Podhostnik, Mathias Traxler, Patrick Wilden und Nora Zapf.
„Die exaltiertesten Schriftsteller Kölns, der literarische Untergrund, übernächtigt, bissig und direkt. Die Autoren sind hier nicht dem Publikum ausgesetzt, sondern das Publikum den Allüren der Autoren. Ein Abend der alle anderen Lesungen vergessen macht.“
Am Dienstag, 15.06., 19 Uhr, lese ich im Literaturhaus Köln. Gemeinsam mit Adrian Kasnitz und André Patten. Wir stellen unter anderem meinen gerade in der parasitenpresse erschienenen Erzählband Ausbruch vor.
Heute erscheint mein Erzählungsband Ausbruch. Mein Dank gilt meinem Verleger, Adrian Kasnitz, der parasitenpresse, meinen Freunden und allen Unterstützern.
„Die acht Erzählungen in Thomas Empls Debütband Ausbruch ziehen unvermittelt in ihren Bann und in ihre kleinen Welten, zu den Boxern und Sportlern, zu Leuten auf der Suche, zu Leuten auf der Flucht, die den Ausbruch wagen. Manche scheitern, werden müde, manche haben Glück und kommen frei. In den Texten steckt Energie und Kraft, aber auch viel Reflexion über das Leben und ein Batzen Liebe zu den Personen und Dingen. Uns erwartet die Zartheit eines Faustschlags.“
„Die acht Erzählungen in Thomas Empls Debütband Ausbruch ziehen unvermittelt in ihren Bann und in ihre kleinen Welten, zu den Boxern und Sportlern, zu Leuten auf der Suche, zu Leuten auf der Flucht, die den Ausbruch wagen. Manche scheitern, werden müde, manche haben Glück und kommen frei. In den Texten steckt Energie und Kraft, aber auch viel Reflexion über das Leben und ein Batzen Liebe zu den Personen und Dingen. Uns erwartet die Zartheit eines Faustschlags.
Thomas Empl, 1991 in München geboren, lebt als freier Autor in Köln und arbeitetdort an einem Roman. Er stand auf den Shortlists des Wortmeldungen-Förderpreises sowie des Literaturpreises Prenzlauer Berg.“